Mein Bild. Dein Bild.

Bilder sind wichtig, Bilder erregen Aufmerksamkeit. Sie locken auch Leser für Blogs an. Trotzdem ist das Einfügen von Bildern auf ihrem Weblog für Blogger zurzeit eine heikle Angelegenheit, die teuer werden kann.

 

Wie ich auf das Thema kam.

Letzten Sonntag erschien in zwei digitalen Magazinen des Madsack Verlages ein Artikel, in dessen Rahmen ich auch interviewt wurde, zum Thema Vernetzen im Social Web mit Kollegen und Chefs. Der Redakteur war so freundlich, mir ein PDF zu schicken, da man den Artikel nicht über einen Weblink aufrufen konnte.

Ich schreibe also hier im Blog den oben verlinkten Blogpost, verlinke das PDF über ein Plugin und freue mich. Da ich sowas dann ja gleich immer auf anderen Plattformen mitteile, kamen schnell erste Erwähnungen, aber auch die Frage, wie es denn mit den Bildrechten sei. Denn natürlich hat der Artikel einen schönen Teaser mit einer Titelgrafik.

 

Die Sache mit den Abmahnungen

Natürlich weiß ich um die Schwierigkeiten mit Bildrechten und verwende hier ausschließlich selbst geschossene Fotos als Artikelbilder. Über die Titelgrafik der PDF-Version des Artikels hatte ich mir keine Gedanken gemacht. Schließlich wurde dieser mir ja quasi vom Verlag bzw. einem seiner Angestellten zur Verfügung gestellt.

Sicherheitshalber nachfragen schadet aber nicht, denn vor kurzem rollte wieder eine Welle von scheinbar systematisch organisierten Abmahnungen mit hohen Geldforderungen durch die Blogger-Gemeinde.

Das hat zwar eine Diskussion in der Redaktion ausgelöst, wie mir mitgeteilt wurde. Aber kein Ergebnis. Denn die Titelgrafik des Artikels ist von fotalia gekauft und dann nachbearbeitet worden. Der Madsack Verlag hat also das Recht, die Grafik zu nutzen. Darüber hinaus besteht Unklarheit über die Verwertungsrechte im erweiterten Rahmen.

 

Meine Empfehlung

Ich habe ein bisschen rum recherchiert. Und einige Artikel gefunden. Zum Beispiel diesen hier auf dem elektronischen Pressespiegel von Hapke Media oder diesen hier auf Blogkoloss.

Zusammengefasst würde ich sagen, es gibt drei Optionen, unter denen man Grafiken als Blogger gefahrlos verwenden kann:

  1. eigens erstellte
  2. Grafiken von Fremdanbietern, die man für die Verwertung bezahlt hat
  3. eingebundene Grafiken in Werken, für die man vom „Erzeuger, Hersteller, Ersteller, Schreiber“ die ausdrückliche Genehmigung erhalten hat

Letztlich natürlich über Links auf die man verweist, nicht ohne einen Hinweis im Impressum einzustellen, daß man keine Verantwortung für die Inhalte übernimmt. Aber diese Grafiken hat man ja nicht direkt im Blog.

Abraten würde ich auch von schnell mal eingefügten Screenshots von Webseiten, auch wenn das nur Teilausschnitte sind. Denn scheinbar besteht auch hier zurzeit die Verpflichtung, zumindest die Erlaubnis des Blogbetreibers einzuholen.